Haftungsrecht

Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulz

Wenn Ihnen ohne eigenes Verschulden ein Schaden entstanden ist, dann müssen sie ihn nicht selbst bezahlen, sondern Sie haben die Möglichkeit, den Verursacher und Schädiger in Anspruch nehmen. Dafür benötigen Sie einen spezialisierten Rechtsanwalt. Er kann Ihre Schadensersatzansprüche optimal durchsetzen.

Für den Schadenausgleich enthält das Haftungsrecht gesetzliche Regeln. Nach diesen Regeln erhalten Sie Ihren Schaden dann ersetzt, wenn ein Anderer ihn schuldhaft verursacht oder wenn er im Rahmen einer besonderen Gefahr gehandelt hat.

Das müssen Sie beweisen.

Die Voraussetzung für Ihren Schadensersatzanspruch ist daher

  • das nachgewiesene Verschulden des Schadenverursachers oder
  • eine besondere Gefahr.

Dementsprechend unterscheidet das Recht die

  • Verschuldenshaftung von der
  • Gefährdungshaftung.

Die Verschuldenshaftung ist in den §§ 823 ff. BGB geregelt.

Voraussetzung für eine Schadensersatzpflicht ist immer ein Verschulden des Schadenverursachers.

Ein Anspruch aus der Gefährdungshaftung ist dagegen von einem Verschulden unabhängig.

Die Gefährdungshaftung ist in verschiedenen Sondergesetzen speziell geregelt.

So haftet z.B. der Halter eines Hundes nach § 833 BGB ohne eigenes Verschulden. Wenn sein Hund also einen anderen Menschen beißt und verletzt, dann hat der Halter des Hundes dem Verletzten den entstandenen Sach- und Personenschaden auch dann zu bezahlen, wenn er ihn nicht verhindern konnte und somit nicht verschuldet hat.

In den meisten Fällen haben die Hundehalter für dieses Risiko eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. An diese Versicherung sollten die Schadensersatzansprüche gerichtet werden.

Ein bedeutender Bereich der Gefährdungshaftung ist das Verkehrsrecht (§ 7 Straßenverkehrsgesetz).

Nach § 7 StVG haften der Halter des Kraftfahrzeugs und sein Versicherer für alle Schäden, die dem Verletzten beim Betrieb des Kraftfahrzeugs entstehen.

Im Verkehrsrecht gelten jedoch sowohl die Grundsätze der Gefährdungshaftung, als auch die Grundsätze der Verschuldenshaftung. Das macht die Sache kompliziert.

Die Haftung im Verkehrsrecht ist für den juristischen Laien deshalb kaum zu durchschauen.

Für die Versicherer arbeiten hochspezialisierte Sachbearbeiter, die die Sach- und Rechtslage im Zweifel zugunsten des Versicherers auslegen. Das kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung bestätigen. Bei Schadensersatzansprüchen aus einem Verkehrsunfall behaupten die Versicherer häufig zu Unrecht, der Geschädigte hätte den Unfall mitverursacht oder mitverschuldet.

Deshalb gilt vor allem nach einem Verkehrsunfall der Grundsatz:

Zuerst zum Rechtsanwalt.